Hintergrund
Aktion CH-CH – Erneuerung des Eidg. Dank-, Buss- und Bettages
Eine Delegation von CH-CH war am 16. März 2004 von Herrn Pfr. Samuel Lutz, Synodalrats-präsident der evang.-ref. Kirche Bern-Jura, am 9. Juli 2004 von Herrn Bischof Kurt Koch, röm.-kath. Bistum Basel und am 1. September 2004 von Herrn Bischof Fritz-René Müller, christkatholische Landeskirche empfangen worden.
Bei allen Gesprächen stiess unser Anliegen, den Eigenössischen Dank-, Buss- und Bettag mit neuen Inhalten zu füllen, auf offene Ohren.
Herr Lutz denkt, dass Joh. 10, 14 ff eine gute Basis für die Versöhnung und die Einheit der Christen ist: „Ich bin der gute Hirte. Ich kenne meine Schafe, und sie kennen mich, ganz eben-so, wie mich mein Vater kennt und ich ihn kenne. Ich lasse mein Leben für die Schafe. Ich habe auch noch andere Schafe, die nicht zu dieser Herde zählen. Auch die muss ich herführen, und sie sollen meinem Ruf folgen: so wird sich eine Herde bilden unter einem Hirten.“ Es sollte keine Scheinversöhnung geben, also einander annehmen ohne einander zu vereinnahmen. Miteinander auf die Stimme des Hirten hören, einander erzählen was wir gehört haben. So kann der Heilige Geist die Einheit im immer besseren und feineren Hören auf die gleiche Stimme des Hirten fördern.
Herr Bischof Koch schlägt vor, sich auf das nicaenische Glaubensbekenntnis zu besinnen. Dieses wurde auf dem allgemeinen Konzil von Nizäa um 325 n. Chr. gesprochen, als die Kirche noch nicht getrennt war. Dieses Glaubenbekenntnis könnte die gemeinsame Basis für ein gemeinsames Schuldbekenntnis werden. Bischof Koch weiter: „Wir alleine schaffen die Einheit nicht. Wir brauchen Gebet, Gebet um Einheit. Ich lebe für die Einheit in Christus. Wir müssen über Glaubensinhalte reden. Es wird keine billige Einheit im Herrn Jesus geben. (…) An künftigen Eidg. Dank- Buss- und Bettagen sollte zuerst Dank kommen, dass wir überhaupt zusammenkommen dürfen, dann die Busse über die Schuld und die Uneinheit und dann das Gebet mit Bekennen des Glaubens an Jesus.
Herr Bischof Müller hat als neuer Präsident der AGCK den Gedanken entwickelt, dass die AGCK Gebets-, Buss- und Dankesanliegen formulieren und an alle Kirchen der Schweiz verteilen kann, unter dem Begriff „Wir Christen in der Schweiz“.
Er hatte unser Anliegen an einer Sitzung des Präsidiums der AGCK traktandiert und dazu eine Delegation von CH-CH eingeladen.
Herr Pfr. Ruedi Heinzer und Herr Markus Sahli, SEK, haben am 13. Juli 2005 in Bern das Anliegen der Erneuerung des Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettages wohlwollend zur Kenntnis genommen und die Aktion CH-CH gebeten auch die Schweizerische Evangelische Allianz zu konsultieren und diese für dieses gesamtkirchliche Vorhaben zu gewinnen.
Dokumente:
Motion von 2007 Bettags-Erneuerung
Bettagaufruf von 1831
Artikel aus dem Tages-Anzeiger vom 21.09.1998